Aktuelles

... im Kielwasser

Blick aus dem Helikopter

Wir sind aktuell auf unserem Kettentörn Nordschottland unterwegs.

Die erste Crew hat die Passage von Helgoland nach Peterhead in 84 Stunden gut mit 400 Seemeilen ins Kielwasser gebracht. Die Bedingungen waren klasse und die vier Nächte aufgrund der Jahreszeit und des Mondes taghell. Von Peterhead ging es in kurzen Etappen in den Moray Firth mit dem Ziel Inverness zum ersten Crewwechsel.

Kurz vor dem Ziel hat uns die schottische Küstenwache angefragt, ob wir für ein Training zur Verfügung stehen würden. Da ein solches Training auch mal unsere Lebensversicherung werden könnte, war die Zustimmung selbstverständlich. Die Bedingungen waren bei +/- 40 Knoten Wind sportlich.

Die Crew der Polaris war sich dann auch schnell einig, so etwas im Leben hoffentlich nur als Training erleben zu wollen. Auch wenn die Bilder es nicht ganz so wiedergeben, so war es doch sehr nah und aufregend.

Da wir Scott, der zu uns abgeseilt wurde, eine Visitenkarte mitgegeben haben, ist diese liebe Mail mit ein paar Bildern dirkt aus dem Helikopter bei uns angekommen:

Hello
Thank you for the training today, live training on yachts is invaluable for us so we really appreciate the chance and your co-operation today.
I've attached 3 photos of your vessel.
Thank you again and safe voyage
Scott

Im nachhinein sind wir glücklich diese Erfahrung und Bekanntschaft gemacht zu haben. Sollte es auch euch mal geschehen, stimmt zu unser aller Sicherheit auf dem Wasser bitte auch zu!

Kielwasser vom Mai

Die Saison auf dem Wasser ist in vollem Gange. Einige erfreuliche Erlebnisse an Bord der „Polaris“ liegen im Kielwasser, hier ein kleiner Auszug dazu.

Anfang Mai haben sechs Teilnehmer unseres SKS Törns (Sportküstenschifferschein) erfolgreich ihre praktische Prüfung im Gezeitenstrom der Unterweser absolviert. Es war eine wechselhafte Ausbildungswoche, wir von Sonnenschein bis zur Gewitterzelle alles dabei. Nach wie vor nutzten vier der sechs Teilnehmer die Möglichkeit zuhause zu schlafen, da die „Polaris“ jeden Abend an ihrem Liegeplatz in Bremerhaven zurückkehrte.

Im Anschluss gab es für uns eine interessante Aufgabe am Ratzeburger See. Wir wurden für ein Skipperinnen Training auf einem 22 Fuss Segelboot im Binnenrevier gebucht. Die Meinung zum Segeln auf Binnenseen hat sich mit den Tagen dort geändert. Die Winde konnten nicht verschiedener laufen und hätte man es gewollt, wären Begegnungen unter Spi machbar gewesen. Es waren zwei schöne Tage in Schleswig-Holstein und das Feedback der Teilnehmerin bestätigte auch unsere Einsatzfähigkeit auf Binnenseen.

Am Samstag, den 21. Mai, nahmen wir mit drei Gästen an der „Wübben Rotesand Regatta“ ab/an Bremerhaven teil. Interessant waren bereits die zwei Vorbereitungstage an Bord der „Polaris“. Wollten wir eigentlich einmal zum Leuchtturm Rotesand und Manövertrainings machen, wehte uns der Wind versehentlich nach Helgoland. Für die Teilnehmer, die zum Teil das erste Mal auf der Hochseeinsel waren, war es ein fantastisches Erlebnis. Am Samstag starteten bei herben Bedingungen dreißig Boote zur Regatta in die Außenweser. Aufgrund der zunehmend schwierigen Verhältnisse vom Wind gegen den Strom (Welle), gaben fünfzehn Boote die Regatta frühzeitig auf. Die „Polaris“ ist nach Yardstick als elftes der fünfzehn verbliebenen Boote ins Ziel gekommen. Die Crew war geschafft, aber überglücklich über das Erlebnis auf dem Wasser.

Weiterhin waren wir in den vergangenen Wochen mehrfach auf der einzigen deutschen Hochseeinsel Helgoland. Gerne steuern wir Helgoland, in diesem nie gleichen und abwechslungsreichen Revier der Deutschen Bucht an. Die Crews waren durchweg zufrieden und waren zum Teil schon mehrfach mit uns auf diesem klassischen Törn nach Helgoland unterwegs.

Aufgrund unserer technischen Erweiterung der Energieversorgung, macht das der Aufenthalt auf Helgoland im Packet liegend und ohne Landstromkabel auch noch mehr Freude. Wir haben an Bord der „Polaris“ einen Windgenerator, Solarzellen und bereits bei der Hafeneinfahrt eine 120 A Lichtmaschine inkl. Sterling Ladeverteiler zur Versorgung der 600 A Lithiumzellen unserer Verbraucherbatterien.

Nun geht es Pfingsten als Zaungäste der Nordseewoche noch einmal nach Helgoland. Wir haben fünf Tage gemeinsam mit vier Gästen (zwei Einzelkabinen) und werden sehen, wo uns der Wind noch hintreiben wird. Von Hörnum auf Sylt, Büsum bis Norderney scheint aktuell alles Möglich zu werden.

Am 10. Juni startet unsere „Polaris“ zu einer sechswöchigen Sommereise nach Nordschottland. Mit drei wechselnden Crews werden wir sechs Wochen unterwegs sein und in Inverness, einem uns gut bekannten Hafen, zweimal neue Teilnehmer an Bord begrüßen dürfen.